Industrieunternehmen

Optimierung der Einkaufsorganisation unter steuerlichen Gesichtspunkten

Ausgangssituation

Ein global aufgestelltes Industrieunternehmen ist mit der Situation konfrontiert, dass im Ausland zugekaufte Halbzeuge und Handelsware in anderen Ländern als dem Ursprungsland weiterverarbeitet bzw. an Endkunden verkauft werden. Steuerlich existieren Differenzen zwischen den Effective Tax Rates (ETR) zwischen Bezugs-, Einkaufs- und Absatzland von bis zu 20%. Der total cost of ownership (TCO)-Ansatz der Einkaufsabteilung bildet den steuerlichen Aspekt nicht ab, da:

  • Steuern nicht nur produktbezogen, sondern auch länderbezogen sind
  • Steuerliche Organisationen von „single entrepreneur“ bis „multi entrepreneur“ nicht von der Einkaufsabteilung adressiert werden können
  • Operative Geschäftseinheiten keine steuerlichen Ziele haben
  • Steuern im Fokus der Compliance-Abteilung des Kunden stehen

Ansatz

Das Projekt lief in 5 Schritten ab:

  • Analyse der physischen Güterflüsse und Segmentierung der Güter in transferierbare Einkaufskategorien
  • Analyse des aktuellen Operating Models der Einkaufsfunktion: Lieferantenkarten, Lokalisierung der Einkaufs- und Supportfunktionen (QM, Lieferantenentwicklung, etc.)
  • Bewertung des aktuellen Steuermodells (single, multi-entrepreneur, Transferpricingmodell, geschichtliche Entwicklung)
  • Bewertung der optimalen Zielländer (Steuersätze, Infrastruktur, etc.)

Ausarbeitung der Umsetzungsplanung inklusive eines Migrationsplans nach Einsparungen / Risiko – Bewertung 

Resultat

Das Projekt schaffte die Basis für die organisatorische Änderung des Einkaufs unseres Kunden und führte zu steuerlich bedingten Einsparungen in Höhe von 10% der adressierten Einkaufskosten.